Vom Taunus nach Bali, mit der ganzen Familie

Auwandern mit der ganzen Familie

Hey, ich bin Nina Trolle und lebe seit 9 Monaten mit meiner Familie auf Bali. Nach 8 Jahren im schönen Obernhain, im Taunus bei Frankfurt, sind mein Mann Micha, unsere beiden Jungs Mats (10), Paul (9) und ich ausgewandert. Nachdem ich Wirtschaftswissenschaften im Bachelor und Finance und IT im Master an der Goethe Uni Frankfurt studiert habe, arbeitete ich bis zu meinen Schwangerschaften in einer Krankenhauskette im Management. Obwohl alles nach Plan lief, mein Ego und mein Verstand zufrieden waren, fühlte ich in der Rückschau schon, dass diese Richtung zwar endlich das Thema Gesundheit beinhaltete, aber eigentlich noch nicht das Richtige für mich war. Nach der Geburt unserer Kids unterstützte ich zunächst meinen Mann in seiner Firma und bin dann meinem größten Interesse gefolgt und habe viele Ausbildungen im Sportbereich gemacht. Es brauchte einige große gesundheitliche und mentale Rückschläge, um durch diese Leidensphase die Erkenntnisse, die Freude und die Liebe zu gewinnen, die mir halfen zu verstehen was mein Wesenskern ist, was für mich damit wesentlich ist und anzunehmen was mir wirklich Spaß macht, mich interessiert, was ich kann und womit ich meine Zeit verbringen möchte. Es war eine Challenge neben der Familie, die mir das Wichtigste ist, all meine Ausbildungen zu machen und nochmal neu anzufangen, aber das Interesse am Thema Gesundheit, Ernährung und Sport trieb mich vorwärts und ließ mich voller Begeisterung lernen. Nachdem ich im Fitnessstudio, in Vereinen und für die Volkshochschule Kurse gegeben habe, startete ich meine Selbstständigkeit und gründete “NINA-MACHT-DICH-FIT”. Zu Beginn waren Functional Training Outdoor Kurse, dann bauten wir unsere Garage aus, ich gab dort meine Kleingruppen Trainings und parallel machte ich spezialisierte Ausbildungen im Bereich Personal Training. Im Oktober 2020 eröffnete ich trotz Covid mein eigenes PT Studio in Wehrheim und hatte die beste Mitarbeiterin und Freundin an Bord. Bei allen Schritten unterstützte mich mein Mann Micha tatkräftig und gab mir Mut, all meine Ideen und Wünsche umzusetzen. Je mehr wir vorwärts kamen, desto häufiger stellten wir fest, dass wir immer neue Ziele verfolgten und dadurch immer weniger Zeit hatten, das, was wir uns aufgebaut hatten, zu genießen. Alle Tips, die ich meinen Kunden zum Thema Ernährung, Regeneration und Lebensqualität gab, konnten wir durch Zeitmangel selbst kaum noch leben und umsetzen. Es gab keine Zeit für einen Arzttermin oder spontane Treffen. Alles  war geplant und durchgetaktet. Es ging uns nicht schlecht damit, aber es wurde immer deutlicher, dass wir Vollgas in unserem Hamsterrad rannten. Anfang 2022 kamen wir gefühlt ganz plötzlich auf die Idee eines großen Familienabenteuers, das unser ganzes Leben umkrempeln sollte. Der Wunsch mehr im Alltag zu erleben was uns wichtig ist, mehr Zeit mit den Kindern verbringen zu dürfen, ihnen eine Schule zu ermöglichen, die all das lehrt was uns wichtig ist und ihnen zu einem guten Selbstwertgefühl verhilft, ihnen hilft den Drahtseilakt zwischen ihrem inneren Wesen und der lauten schnellen, kapitalistisch, erfolg und konsum getriebenen, technisierten Welt im Außen zu meistern und im Gleichgewicht zu leben und sich selbst dabei nicht zu verlieren. Und so ließen wir los! Wir verabschiedeten uns von dem Gedanken, dass Planung gleichzeitig auch Sicherheit bedeutet, davon, dass alles für immer sein muss und waren dankbar für die kostbare Zeit, die wir bis dahin erleben durften und schafften damit Platz für Neues.

Wir verkauften unsere Firmen und fast alles, was wir besaßen, und gingen nach Bali. Und da sind wir nun mittendrin. Um wieder Sicherheit zu fühlen, sorgen wir für neue Strukturen und Aufgaben, versuchen uns aber gleichzeitig dadurch nicht von der wesentlichen Idee ablenken zu lassen.





Nina, du und deine Familie haben im letzten Jahr alles verkauft und sind im Herbst 2022 von Hessen nach Bali ausgewandert. Wie kam es dazu?

Wir waren selbst überrascht. Eigentlich lief alles gut und wir waren zufrieden. Dankbar, dass trotz Corona unsere Firmen gut liefen, die Kids happy waren in ihrer Grundschule und wir in einem super netten Dorf lebten, in dem wir alle Freunde quasi um die Ecke hatten. Demnächst stand allerdings ein Schulwechsel für unseren großen Sohn an, weshalb wir uns Gedanken machten, wie wir uns eigentlich die Schulzeit unserer Kinder wünschen. Wir schauten dazu die Dokumentation “Alphabet” die uns sehr beeindruckt hat, ließen es aber ansonsten eher auf uns zukommen. Unsere Kids wuchsen behütet auf, wir hatten immer Hunde und sind in Camping Urlaube gefahren, haben gerne in unseren Jobs gearbeitet und uns Träume erfüllt, für die wir dann aber wenig Zeit hatten. In unseren Camping Trips haben wir es immer geliebt so wenig Dinge zu haben um die man sich kümmern muss, einfach in den Tag zu leben, viel draußen zu sein, Sport zu machen, neue Dinge wie Surfen mit den Kids gemeinsam zu lernen und die Natur zu genießen. Und so planten wir all diese Dinge wenn wir alt sind ganz viel zu machen und uns fiel auf, dass dann aber die Kinder groß sind und wir vielleicht gar nicht mehr so fit und abenteuerlustig. Unsere Familien lebten in der Nähe, was wir sehr genossen, aber auch hier gab es immer weniger Zeit sich gegenseitig zu besuchen, da jeder in seinem Leben sehr eingebunden war. Dann wanderten Freunde nach Bali aus und berichteten uns von ihrem Leben dort und der Green School. Wir dachten uns, dass das alles schon sehr verlockend klinge, für uns aber nicht möglich sei. Wir schauten eine Dokumentation vom Auslandsjournal über die Green School und saßen mit Tränen in den Augen da… Daraufhin entschieden wir uns unsere erste gemeinsame Fernreise zu machen und uns einen Eindruck zu verschaffen. Bei unserem 2 wöchigen Besuch im April 2022 schauten wir uns alles an, waren beeindruckt und stimmten dann gemeinsam mit unseren Kindern ab, dass es Zeit für ein Familienabenteuer sei und wir nun alles dafür tun wollten, uns dieses zu ermöglichen. Klar waren wir total aufgeregt so eine große Entscheidung einfach nach unserem Bauchgefühl zu treffen, aber es fühlte sich frei, verrückt und so aufregend an. Was hatten wir zu verlieren? Auch wenn es nicht gefällt, können wir zurückkommen und haben Erfahrungen gesammelt und uns selbst besser kennengelernt. Wir als Familie haben nur eine begrenzte Zeit, in der wir alles gemeinsam machen und die sollten wir nutzen, das war der Hauptgedanke, der uns alle antrieb. Zurück in Deutschland habe ich meiner lieben Freundin und Mitarbeiterin in einem sehr emotionalen Moment das Angebot gemacht, mein Studio zu übernehmen. Sie hat gleichzeitig geweint und gelacht und letztendlich ja gesagt. Der Verkauf der Firma meines Mannes war da schon etwas aufregender, hat aber letzten Endes geklappt. Unser Haus, Autos, Wohnmobil, Möbel und viele unserer Dinge haben wir dann ebenfalls verkauft. Der Garagenflohmarkt war eine schöne Möglichkeit, mit allen im Dorf nochmal ins Gespräch zu kommen und sich mit einem guten Gefühl von allen lieb gewonnenen Dingen zu verabschieden. Die Familie war zu Beginn verständlicherweise so gar nicht begeistert und eher gekränkt, sauer und traurig. Keine leichte Zeit für uns, in der es sowieso schon sehr viel Veränderung auf einmal gab, wie den Umzug in eine Einzimmer Wohnung bei Freunden (mit denen wir dann einen unvergesslichen Sommer verleben durften) und noch viel schlimmer den Abschied von unserem geliebten Hund Cayo. Nach Bali dürfen legal keine Hunde einreisen, da es hier immer noch Tollwut gibt und insgesamt unzählbar viele Straßenhunde ein Zuhause suchen. Einen illegalen Weg haben wir für unseren Schatz ausgeschlossen, da er ein Laufhund (Rhodesian Ridgeback) ist und auf Bali mit all dem Rollerverkehr und wenig Auslauf nicht glücklich geworden wäre. So fanden wir eine perfekte neue Familie für Cayo, in der er sogar eine Ridgeback Freundin hat und geliebt und umsorgt ist! So weh es tut, auf ihn verzichten zu müssen, so sehr freuen wir uns, dass es ihm gut geht. 

 

Das Aufnahmeverfahren für beide Jungs an der Green school ging zum Glück gut, auch wenn wir bis eine Woche vor Halbjahresstart keine Zusage hatten und bibberten. Beide lernten seit Mai online Englisch, um sich zumindest für das Nötigste verständigen zu können.

Und so flogen wir 6 Monate nach unserer Entscheidung los und starteten in unser neues Leben. Mein Mann musste nach den ersten 3 Wochen nochmal für 7 Wochen nach Deutschland und kam dann am Weihnachtsabend endlich um zu bleiben. Wir sind nun 9 Monate hier und haben viele Höhen und Tiefen durchlebt, sind stolz und froh dieses Abenteuer gewagt zu haben und sind gespannt, was uns in der nächsten Zeit erwartet.

Wie können wir uns das Leben auf Bali vorstellen? 

Grün, ganz viel grün und bunte Farben, wie als ob ein Filter über alles gelegt ist, Dschungelgeräusche die man nicht kennt und schnell lieben lernt, Roller Lärm, unfassbare Ruhe, der Duft von Räucherstäbchen, warme Temperaturen das ganze Jahr, Trockenzeit von April bis Oktober und Regenzeit von Oktober bis April, die Sonne geht immer zur gleichen Zeit auf und unter, enge Straßen, viel Verkehr, Roller überall, gefühlt keine Verkehrsregeln, trotzdem ein unfassbar nettes Miteinander, herzliche Kommunikation,  balinesischer Hinduismus, schwarzer Vulkansand weißer Traumsand, Müll, Armut, Straßenhunde, der Geruch von Müll und Feuer, Natur in ihrer vollen Pracht, Bauwahnsinn, keine funktionierende Müllwirtschaft, Zeremonien wohin man schaut, Opfergaben, willkommene Ausländer, Respekt, Humor, Stolz, Gastfreundschaft und positives Denken. 

Der Familienalltag ist genauso wie irgendwo sonst auf der Welt…

In der Schulzeit stehen wir alle gemeinsam auf, frühstücken und machen uns fertig. Dann fahren die Kids mit Freunden gemeinsam in einem Auto zur Schule. Mein Mann und ich gehen dann nach einem Kaffee für 1 ½ Stunden ins Gym. Mittlerweile treffen wir dort immer Bekannte und quatschen hier und da, was sich dann schon mehr nach Zuhause anfühlt. Danach gibt es einen Eiweißshake zu Hause und eine Dusche und dann setzen wir uns an den Computer und arbeiten. Manchmal gehen wir gemeinsam Mittagessen (hier ist das Angebot an vegan/vegetarischen Restaurants riesig und erschwinglich), oder ich koche. Nachmittags kommen dann die Kids aus der Schule und wir schauen ob es nochmal auf den Skateplatz, an den Strand geht, zum Surfen und in den Wellen toben, oder wir gemütlich zuhause chillen. Alle Wege außer den Schulweg und weite Strecken machen wir mit den Rollern. 

Entweder hat jeder ein Kind hinten drauf, oder man fährt mit einem Kind vor und einem hinter sich. Ich genieße es sehr, so eng beieinander zu sitzen, wenn wir zusammen irgendwo hin fahren und sich gegenseitig zu spüren. Dann unterhalten wir uns durch unsere Helme über alles, was wir sehen und denken und sind uns ganz nah. Das Vertrauen der Kinder, die Neugier und Lebenslust stecken uns an und lassen uns mutig sein. Wir probieren hier viele neue Sportarten wie Surfen (das haben wir mit den Kids in Frankreich 2020 angefangen), Skimboarden, Skaten, Padel Tennis, Yoga, Kickboxen und Billard. Das macht riesig Spaß und bringt mir viel Motivation für meine neue Aufgabe als Online Trainerin. 

Welche Herausforderungen gibt es auf Bali?

Besonders schmerzlich ist es für uns unsere Eltern, meine Geschwister und alle anderen Familienmitglieder nicht einfach sehen zu können und meine Nichten in dieser Zeit nicht aufwachsen zu sehen. Aus diesem Grund planen wir im Sommer länger zu Besuch zu kommen um Zeit und gemeinsame Erlebnisse zu haben. Wir müssen uns neu finden, unseren Alltag neu strukturieren und unser Auskommen sichern. All das braucht Zeit, Geduld und Ideen. Danach kommt es direkt souverän zu bleiben in neuen Situationen außerhalb der Komfortzone. Mit Ängsten umzugehen, die hochkommen, stark zu sein, wenn man es nicht ist und neu in vielen Situationen zu sein. Auch für die Kinder. Um sie mental auffangen zu können, wenn sie sich unsicher fühlen. Das witzige ist, dass Kinder so viel anpassungsfähiger sind als wir Erwachsenen. Sie nehmen es, wie es kommt, denken ohne Vorurteile und mit weniger Angst. Am Anfang fiel es mir schwer, keine Angst im Linksverkehr, gefühlt ohne Verkehrsregel, ohne Navi und mit Kindern beladenem Roller zu fahren. Mittlerweile macht es mir riesigen Spaß, auch wenn ich weiß dass die Krankenwagen aufgrund des Verkehrs und den engen Straßen hier sehr lange brauchen, wenn etwas passiert. Zum Glück fahren die meisten sehr umsichtig, kommunizieren mit Blicken und fahren nicht schnell. 

Zu Beginn hatten wir leider häufiger den bekannten Bali Belly und mussten uns anscheinend erst an das Wasser (das man hier nicht aus dem Hahn trinken kann) und das Essen gewöhnen. Mittlerweile ist alles super und wir sind zum Glück nicht mehr so oft krank.

Auch an die Sprache (Englisch, Indonesisch) haben wir uns gewöhnt und lernen die Landessprache Indonesisch, da balinesisch so viele Dialekte hat, dass man kaum wusste, welchen man davon lernen sollte.

Die Freundlichkeit der Menschen macht es einem aber sehr leicht, jede Sprachbarriere zu überwinden.

Ihr habt Eure Jungs auf einer sehr besonderen Schule eingeschult. Was ist anders an der Green School Bali im Vergleich zum deutschen Schulsystem?

Die Green School Bali ist einfach unglaublich und eine Kombination aus Dschungelbuch und Hightech. In Bambus Gebäuden ohne Wände und Türen lernt es sich frei und in einer anderen Art und Weise. Die Kernwerte der Schule werden gelebt und bestehen aus: Nachhaltigkeit, Respekt, Integrität, Verantwortung, Gleichheit, Frieden, Empathie, Gemeinschaft und Vertrauen. Das fühlt und sieht man jedes mal wenn man dort ist. Es ist projektbasiertes Lernen mit viel Bewegung und ohne Noten. Beurteilt wird jedes Kind in einem ausführlichen individuellen Report. Uns gefällt es sehr gut und wir sehen, wie unsere Kinder persönlich wachsen und an Souveränität gewinnen. Natürlich ist eine Privatschule dieser Art im Vergleich zur kostenlosen Schule in Deutschland eine finanzielle Bürde, aber es gäbe kein besseres Investment, nachdem wir alles verkauft haben, als in die Zukunft unserer Kinder. Sie mit Spaß beim Lernen und gerne in die Schule gehen zu sehen ist das größte Geschenk und rührt mich immer wieder zu Tränen.

Du hast im Taunus als Personal Trainerin und Ernährungscoach gearbeitet. Wie geht’s auf Bali weiter?

Richtig, nach 8 Jahren Outdoor Functional Training Kursen, Kleingruppen Trainings in unserer ausgebauten Garage und dem in erfüllung gegangenen Traum von einem eigenen PT Studio mit den besten Kunden der Welt, habe ich mein kleines Personal Training Studio verkauft ohne zu wissen wie es weitergehen wird. Aber meine Erfahrungen, Erfolge und all das Wissen nehme ich ja mit und war deshalb zuversichtlich, wieder eine neue Idee zu haben. Ein bisschen Zeit und Geduld haben mir gezeigt, dass Sport und Gesundheit und das Vermitteln von Spaß daran immer meine Leidenschaft bleiben werden. Ich vermisse es, gemeinsame Erfolge zu feiern, kleine Stellschrauben zu finden, die meinen Kunden ihr Ziel näher bringen und individuelle Ideen für jeden Einzelnen über Trainingspläne und Ernährungsumstellungen zu entwickeln. So entstand die Idee zu einer Trainings App. So werde ich in Zukunft in der Hosentasche meiner Kunden immer parat sein. Persönliche Trainingspläne, Meal Plans, Gespräche und Infos zu verschiedenen Themen wie Supplementen und Regeneration werden innerhalb der App für eine konsequente Begleitung in Sachen Gesundheit sorgen. Ich bin also immer dabei und kann mich aktuell anpassen. Wenn jemand in den Urlaub fährt, gibt es einen Plan mit oder ohne Equipment für genau diese Zeit, oder nach Krankheit oder Verletzung kann der Plan im Gym entsprechend angepasst werden und so für einen smoothen Wiedereinstieg ohne Stress sorgen.

Das Angebot wird nach den ersten 3 Monaten monatlich kündbar sein, so dass jeder Kunde frei entscheiden kann, ob ihm die Zusammenarbeit mit mir weiterbringt. 

Die Kosten werden sich pro Monat, je nach Umfang der Buchung, im Rahmen einer oder zwei Personal Training Einheiten in Deutschland bewegen. Unter www.nitropower.me oder auf Instagram unter nitropowertraining kann man mich finden und in einem kostenlosen Kennenlerngespräch feststellen, ob wir zusammenpassen.

 

Thema Arbeitserlaubnis: braucht man ein Visum, um auf Bali zu arbeiten?

Unbedingt! Illegales Arbeiten wird schwer geahndet und könnte die Ausreise bedeuten. Unter anderem gibt es Arbeitsvisa, Investorenvisa und auch Visa für digitale Nomaden. Es gibt Agenturen, die sich auf die Beratung zu diesem Thema spezialisiert haben und alle rechtlichen Vorgaben in Indonesien zu diesem Thema kennen. Jeder Fall sollte individuell betrachtet und beraten werden. Ich würde da kein Risiko eingehen und mich vorab immer ausführlich informieren.

Wie hoch ist der Steuersatz auf Bali?

Die Einkommenssteuer für natürliche Personen in Indonesien ist progressiv. Startet bei 5% und hat momentan einen Spitzensteuersatz von 30%.

Was sind Eure Pläne für die Zukunft?

Keine Pläne zu haben. Natürlich wollen wir unseren Jungs Struktur und Verlässlichkeit bieten und planen länger zu bleiben, wenn es sich machen lässt. Insgesamt versuchen wir so wenig wie möglich zu besitzen, um das wir uns kümmern müssen und nach unserem Gefühl zu leben. Go with the Flow sozusagen. Fühlt sich nach Freiheit und Leben an. Wir möchten mehr Gutes für die Menschen dieser Insel tun und etwas zurückgeben. Es gibt tolle ehrenamtliche Projekte, in denen man sich engagieren kann. Müll sammeln, Flüsse reinigen, kochen und Essen zu den armen fleißigen Reisbauern bringen, Frauenförderungsprogramme und vieles mehr. Wir möchten unbedingt gut Indonesisch sprechen, um diesen feinen Menschen hier unseren Respekt zu erweisen und mit ihnen in ihrer Sprache kommunizieren können. Also auch mal raus aus der Bubble und lernen, helfen und wie gesagt etwas zurückgeben.

Was ist Deine absolute Superkraft?

Begeisterungsfähigkeit, Motivationsfähigkeit und Empathie. Diese drei Fähigkeiten lassen mich meinen Job so machen, wie ich ihn mache, aber natürlich bringt alles seine Vor- und Nachteile mit sich. Abgrenzung ist dadurch ein großes Lebensthema für mich. Aber das zu wissen ist schon Erleichterung und führt zu Nachsicht mit mir selbst.

Ein Glaubenssatz, der Dich schon lange begleitet?

Aus meinem Glaubenssatz “Ich bin nicht genug.” schaffe ich es mittlerweile meistens ein “Ich kann alles schaffen, was ich will, wenn ich nur weiß was ich will!” zu machen.

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